Verabschiedung von Grundschulleiterin Bettina Volkmar

Grund­schul­lei­te­rin Bet­ti­na Volk­mar ver­lässt die Ernst-Reuter-Schule in den wohl­ver­dien­ten Ruhestand.

An der Ernst-Reuter-Schule Groß-Umstadt ging zum Halb­jahr des Schul­jah­res 2025/2026 eine lan­ge und prä­gen­de Amts­zeit zu Ende: Unse­re Grund­schul­rek­to­rin Bet­ti­na Volk­mar wur­de in den vor­zei­ti­gen Ruhe­stand verabschiedet.

Seit 1999 war Bet­ti­na Volk­mar an der Ernst-Reuter-Schule tätig und über vie­le Jah­re hin­weg zen­tra­le Ansprech­part­ne­rin für alle Belan­ge rund um die Grund­schu­le. Gebo­ren in Wunstorf stu­dier­te sie Lehr­amt in Han­no­ver mit den Fächern Deutsch, evan­ge­li­sche Reli­gi­on und Musik und absol­vier­te ihr Refe­ren­da­ri­at in Alfeld. Auf­grund eines dama­li­gen Ein­stel­lungs­stopps für Lehr­kräf­te in Nie­der­sach­sen führ­te sie ihr beruf­li­cher Weg über Wies­ba­den schließ­lich nach Groß-Umstadt – ein Glücks­fall für unse­re Schule.

Schon früh zeig­te sich ihr gro­ßes Inter­es­se an Schul­lei­tungs­auf­ga­ben. Ab 2007 enga­gier­te sie sich – noch ohne Funk­ti­ons­stel­le – als Ansprech­part­ne­rin für die Grund­schul­be­lan­ge. 2015 wur­de ihr offi­zi­ell die Funk­ti­ons­stel­le als Rek­to­rin zur Wahr­neh­mung von Schul­lei­tungs­auf­ga­ben über­tra­gen. Mit gro­ßem Enga­ge­ment, päd­ago­gi­schem Weit­blick und hoher Ver­läss­lich­keit gestal­te­te sie die Ent­wick­lung der Grund­schu­le maß­geb­lich mit. Seit 2011 arbei­te­te sie inten­siv am Aus­bau und an der Wei­ter­ent­wick­lung des inklu­si­ven Unterrichts.

Ein lan­ger Blumen-Spalier wur­de zur Ehren der Ver­ab­schie­dung von Bet­ti­na Volk­mar von der gesam­ten Schul­ge­mein­de der Ernst-Reuter-Schule aufgestellt.

Dar­über hin­aus wur­den in ihrer Amts­zeit zahl­rei­che Pro­jek­te wie das Internet-ABC, der Fahr­rad­un­ter­richt, Methoden- und Medi­en­kon­zep­te sowie der Pakt für den Nach­mit­tag und vie­len ande­ren Pro­jek­ten kon­ti­nu­ier­lich neu- bzw. wei­ter­ent­wi­ckelt. Sie war her­vor­ra­gend mit den umlie­gen­den Grund­schu­len und Kitas ver­netzt und wur­de im Grund­schul­kol­le­gi­um eben­so wie im Kol­le­gi­um der Sekun­dar­stu­fe außer­or­dent­lich geschätzt. Über all die Jah­re hin­weg war sie eine ver­läss­li­che Ansprech­part­ne­rin, die stets das Wohl der Kin­der in den Mit­tel­punkt stell­te und Schul­ent­wick­lung aktiv vorantrieb.

Der Abschied war ent­spre­chend emo­tio­nal. Bereits auf dem Pau­sen­hof wur­de Bet­ti­na Volk­mar an ihrem letz­ten Arbeits­tag von allen Kin­dern der Grund­schu­le, dem gesam­ten Grund­schul­kol­le­gi­um, nahe­zu dem kom­plet­ten Kol­le­gi­um der Sekun­dar­stu­fe sowie dem Sekre­ta­ri­at mit Rosen emp­fan­gen. Sie schritt durch ein Spa­lier aus Schü­le­rin­nen, Schü­lern und Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, beglei­tet von lang­an­hal­ten­dem Applaus. Vie­le Trä­nen flos­sen, wäh­rend die Kin­der – musi­ka­lisch beglei­tet von Kol­le­gin­nen an den Gitar­ren – Lie­der san­gen und so für einen sehr per­sön­li­chen und berüh­ren­den Auf­takt sorgten.

Bei all den vie­len Blu­men ver­lor Bet­ti­na Volk­mar auch an ihrem letz­ten Tag in der Ernst-Reuter-Schule nicht die Übersicht.

Im Mehr­zweck­raum setz­te sich die Fei­er in eben­so herz­li­cher Atmo­sphä­re fort. Das Grund­schul­kol­le­gi­um sang wei­te­re Lie­der und rich­te­te eine sehr per­sön­li­che Rede an die schei­den­de Rek­to­rin. Der Per­so­nal­rat wür­dig­te ihre lang­jäh­ri­ge und enga­gier­te Arbeit, bevor Schul­lei­ter Andre­as Stü­ber in aner­ken­nen­den Wor­ten ihr Wir­ken an der Ernst-Reuter-Schule her­vor­hob und ihr die Urkun­de zum vor­zei­ti­gen Ruhe­stand über­reich­te. Auch die Lei­tun­gen der umlie­gen­den Grund­schu­len über­rasch­ten sie mit einem lie­be­voll gestal­te­ten Akro­sti­chon und teil­ten hei­te­re Anek­do­ten aus der gemein­sa­men Zeit. Für gro­ße Begeis­te­rung sorg­te ein schwung­vol­ler Show­tanz der Kin­der, und beim gemein­sa­men Sin­gen – unter ande­rem des „Gum­mi­bä­ren­songs“ – wur­de noch ein­mal deut­lich, wie eng die Schul­ge­mein­schaft mit­ein­an­der ver­bun­den ist. Musi­ka­lisch ging es wei­ter mit einem umge­tex­te­ten Abschieds­lied nach der Melo­die von „Ganz in Weiß“, das ihr Schulleitungsteam-Kollege und lang­jäh­ri­ger Büro­nach­bar Vol­ker Hart­mann vor­be­rei­tet hat­te und das von Tho­mas Kirch­hö­fer am Kla­vier beglei­tet wur­de – ein emo­tio­na­ler Moment mit Ohrwurmgarantie.

Auch im Mehr­zweck­raum der Ernst-Reuter-Schule wur­de Bet­ti­na Volk­mar gebüh­rend in den Ruhe­stand mit einer gro­ßen Fei­er verabschiedet.

Zum Abschluss prä­sen­tier­ten die Kin­der – orga­ni­siert vom Grund­schul­kol­le­gi­um – eine krea­ti­ve „Dingsda“-Runde mit typi­schen Begrif­fen aus Bet­ti­na Volk­mars Schul­all­tag. In den eigens vor­be­rei­te­ten Film­bei­trä­gen durf­te sogar ihr Ehe­mann Rai­ner Volk­mar mit­ra­ten, was für vie­le herz­li­che und humor­vol­le Momen­te sorgte.

In ihrer eige­nen Rede rich­te­te Bet­ti­na Volk­mar bewe­gen­de Dan­kes­wor­te an das Kol­le­gi­um, das Sekre­ta­ri­at, das gesam­te Schul­lei­tungs­team sowie an ihre Fami­lie, die sie über all die Jah­re hin­weg unter­stützt hat. Beson­ders bedau­er­te sie, den geplan­ten Neu­bau der Schu­le nicht mehr aktiv im Dienst beglei­ten zu kön­nen. Pas­send hier­zu ihr Zitat aus ihrer Rede: „Ich hof­fe aber doch, dass ich die Ein­wei­hung des Neu­baus mit­be­kom­men wer­de, viel­leicht ja noch kurz vor mei­nem 70.“

Beim anschlie­ßen­den Buf­fet wur­de noch lan­ge zusam­men­ge­ses­sen, erin­nert und gefei­ert – ein wür­di­ger und sehr per­sön­li­cher Abschied.

Mit Bet­ti­na Volk­mar ver­ab­schie­det sich eine Grund­schul­lei­te­rin, die über Jahr­zehn­te hin­weg mit gro­ßem Enga­ge­ment, viel Herz­blut und kla­rer päd­ago­gi­scher Hal­tung die Grund­schu­le der Ernst-Reuter-Schule geprägt und wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Wir dan­ken ihr von Her­zen und wün­schen ihr für den neu­en Lebens­ab­schnitt Gesund­heit, Zeit für per­sön­li­che Inter­es­sen und vie­le glück­li­che Momen­te. Sie wird uns sehr fehlen.