
Mit lang anhaltendem Applaus, vielen persönlichen Worten und spürbarer Dankbarkeit verabschiedete die Ernst-Reuter-Schule ihre langjährige Kollegin Martina Storck in den wohlverdienten Ruhestand. Im Rahmen der letzten Gesamtkonferenz vor den Sommerferien sowie einer anschließenden Grillfeier wurde sie von ihren Kolleginnen und Kollegen offiziell verabschiedet. Schulleiter Andreas Stüber überreichte ihr die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand und würdigte eine Lehrerin, die drei Jahrzehnte das Gesicht der Ernst-Reuter-Schule entscheidend mitgeprägt hat.
Seit 1996 war Martina Storck Teil der Schulgemeinde. Nach ihrem Studium der Fächer Chemie und Evangelische Religion in Frankfurt sowie dem Referendariat an der Ernst-Göbel-Schule führte sie ihr Weg zunächst an die Karl-Ulrich-Schule in Arheilgen. Da sie mit ihrer Familie in Lengfeld lebte und Beruf und Familie besser miteinander verbinden wollte, wechselte sie an die Ernst-Reuter-Schule nach Richen – eine Entscheidung, die sich für die Schule als großer Glücksfall erwies.
Wer auf ihre Dienstzeit zurückblickt, blickt zugleich auf ein bedeutendes Kapitel der ERS-Schulgeschichte. Martina Storck begleitete die Entwicklung von der Haupt- und Realschule bis hin zur heutigen Integrierten Gesamtschule aktiv mit. Sie war Klassenlehrerin in verschiedenen Schulformen und brachte ihre Ideen, ihre Erfahrung und ihre Überzeugung in die Weiterentwicklung der Schule ein. Mehrere Schulleitungen kamen und gingen – Martina Storck blieb. Mit Ruhe, Verlässlichkeit und einem offenen Ohr für alle trug sie dazu bei, dass sich die Ernst-Reuter-Schule stetig weiterentwickeln konnte. Am Schulprogramm arbeitete sie engagiert mit und gestaltete besonders den naturwissenschaftlichen Bereich über viele Jahre hinweg entscheidend mit.
Ihr Wirken beschränkte sich jedoch nie allein auf den Fachunterricht. Immer wieder übernahm sie Verantwortung – als Fachbereichsleiterin für Chemie und Religion, viele Jahre im Personalrat, als Schulmediatorin und im Präventionsprogramm PiT. Mit großem Engagement bot sie Chemie-AGs an und war jederzeit bereit, auch fachfremd zu unterrichten. Für sie stand nie das Unterrichtsfach im Mittelpunkt, sondern immer die Schülerinnen und Schüler.
Und genau das machte sie so besonders. Martina Storck war eine Lehrerin, die Menschen im Blick hatte. Mit Geduld, Herzlichkeit und einer großen Portion Humor begegnete sie ihren Klassen auf Augenhöhe. Sie hörte zu, machte Mut, stellte hohe Ansprüche und schenkte gleichzeitig Vertrauen. Klassenfahrten, Projekte und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse bleiben vielen Generationen von Lernenden ebenso in Erinnerung wie ihre freundliche und authentische Art.
Auch im Kollegium war Martina Storck weit mehr als eine geschätzte Kollegin. Sie war Ratgeberin, Unterstützerin und verlässliche Wegbegleiterin. Ihr Engagement, ihre Hilfsbereitschaft und ihre menschliche Art machten sie zu einer festen Größe an der Ernst-Reuter-Schule. Sie war jemand, auf den man sich jederzeit verlassen konnte – fachlich wie persönlich.
Die Mutter von drei Kindern freut sich nun darauf, gemeinsam mit ihrem Mann auch einmal außerhalb der Ferien verreisen zu können und vor allem mehr Zeit mit ihren Enkelkindern zu verbringen. Große Pläne braucht es dafür gar nicht – vielmehr möchte sie die Freiheit genießen, die der neue Lebensabschnitt mit sich bringt.
Die Schulgemeinde dankt Martina Storck von ganzem Herzen für 30 Jahre voller Engagement, Menschlichkeit und Leidenschaft für die Schule und wünscht ihr für ihren neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit, viele glückliche Momente, Zeit für ihre Familie und unvergessliche Reisen. Die Tür der Ernst-Reuter-Schule wird immer offen für sie stehen.