Nachhaltigkeit macht Schule – ERS macht aufmerksam auf wachsende Verschwendung von Ressourcen

Nachhaltigkeit macht Schule

Mit einem Nach­hal­tig­keits­pro­jekt macht die Ernst-Reuter-Schule in Groß-Umstadt auf die wach­sen­de Ver­schwen­dung von Res­sour­cen auf­merk­sam. Wie das gelingt. Was noch geplant ist.

Text und Bild: Doro­thee Dor­schel, erschie­nen am 15.09.2026 im Darm­städ­ter Echo

Schü­ler und Leh­rer der Groß-Umstädter Ernst-Reuter-Schule war­fen für ihr Nach­hal­tig­keits­pro­jekt eine gan­ze Woche lang Alt­pa­pier in den auf dem Schul­hof auf­ge­stell­ten Con­tai­ner. (Text und Bild: Doro­thee Dorschel)

Gross-Umstadt (doro). Eine Woche lang Papier sam­meln hieß es an der Ernst-Reuter-Schule in Groß-Umstadt. Ein deut­li­ches Zei­chen gegen die zuneh­men­de Papier­ver­schwen­dung woll­te man mit die­sem Nach­hal­tig­keits­pro­jekt set­zen, mit dem man sich an der „Fai­ren Woche“ der Stadt betei­lig­te. Knapp 800 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie alle Lehr­kräf­te hat­ten wäh­rend der gan­zen Woche Gele­gen­heit, in einen extra auf den Pau­sen­hof auf­ge­stell­ten Müll­con­tai­ner über­flüs­si­ges Papier von zuhau­se ein­zu­wer­fen. Die Sam­mel­ak­ti­on war in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt und dem Zweck­ver­band Abfall- und Wert­stoff­ein­samm­lung für den Land­kreis Darmstadt-Dieburg (ZAW) entstanden.

Vom Ergeb­nis der Sam­mel­ak­ti­on war dann nicht nur Rek­tor Vol­ker Hart­mann über­rascht. Der meh­re­re Ton­nen fas­sen­de Con­tai­ner war schnell gut gefüllt. Die Kin­der und Jugend­li­chen brach­ten Pro­spek­te und Wer­bung aus dem Brief­kas­ten, Haus­halts­pa­pier, Zei­tun­gen sowie Kar­to­na­gen mit. „Das ist echt viel, was da im All­tag so zusam­men­kommt“, staun­te eine Schülerin.

Dabei soll­te es nicht allein um die Fra­ge gehen, wie viel Papier man in einer Woche ver­braucht. „Es geht ums Bewusst­ma­chen“, erklär­te der Initia­tor der Akti­on, Kars­ten Reeg vom Kol­le­gi­um. „Wie lässt sich die Men­ge redu­zie­ren? Was bedeu­tet das?“ Die gesam­mel­te Men­ge, die zu einem spä­te­ren Zeit­punkt beim ZAW gewo­gen wer­den soll­te, soll Anlass sein, dar­über nach­zu­den­ken, was mit den ein­ge­setz­ten Res­sour­cen statt­des­sen hät­te gemacht wer­den können.

Zudem gab es eine beson­de­re Akti­on für die vier­ten und fünf­ten Klas­sen. Zwei ZAW-Mitarbeiterinnen infor­mier­ten mit­tels Vor­trä­gen und Fil­men über das The­ma Abfall und Recy­cling. Sie hat­ten auch ver­schie­de­ne Abfäl­le mit­ge­bracht, wel­che die Schü­ler sor­tie­ren und in ent­spre­chen­de Behäl­ter legen soll­ten. So soll­te der bewuss­te Umgang mit Res­sour­cen geübt werden.

Die­ser Akti­ons­tag soll kei­ne Ein­tags­flie­ge blei­ben. Eine Grup­pe von Lehr­kräf­ten ist dabei, Nach­hal­tig­keits­pro­jek­te an der Ernst-Reuter-Schule zu ent­wi­ckeln und lang­fris­tig umzu­set­zen. Geplant ist unter ande­rem, einen Klei­der­ba­sar zu ver­an­stal­ten und einen Nach­hal­tig­keits­pass für jeden Schü­ler ein­zu­füh­ren. „Lau­ter klei­ne Din­ge, um den Kin­dern ein Gefühl für Nach­hal­tig­keit zu ver­mit­teln. Schu­le öff­net sich, und da sind wir auch stolz drauf“, so Rek­tor Vol­ker Hartmann.